IP-Überwachungssysteme oder analoges System – Was ist besser?

Bei Überwachungskameras unterscheidet man zwei Haupttypen: Analoge und IP-Netzwerksysteme. In diesem Artikel beschreiben wir, welches Überwachungssystemen für welchen Zweck die richtige Wahl ist.

Zunächst zur Funktionsweise:

Eine IP-Kamera digitalisiert analoge Bilder bzw. Signale und komprimiert diese anschließend. Danach werden sie über ein Netzwerkkabel oder drahtlos an einen Computer oder ein ähnliches Gerät geschickt.

IP-Kameras besitzen entweder einen CCD- oder CMOS-Sensor und sind in ähnlichen Konfigurationen wie traditionelle Überwachungskameras erhältlich.

Analoge Überwachungskameras verwenden CCD-Sensoren. Sie digitalisieren die Bilder bzw. Signale, doch damit sie z.B. von einem Videorecorder aufgezeichnet werden können, müssen sie in analoge Form zurückkonvertiert werden.

Bilder von IP-Kameras setzen sich aus Bildpunkten (Pixeln) zusammen. Gängig ist z.B. eine Format von 1280 x 1024 Pixeln (1,3 Megapixel).

Analogkameras verwenden TV-Linien, z.B. 576 Linien x 576 Spalten (umgerechnet 0,4 Megapixel). IP-Kameras können daher in den meisten Fällen mit einer höheren Auflösung punkten.

Vor- und Nachteile beider Systeme

Im Gegensatz zu IP-Kameras besitzen analoge Kameras keinen Web Server und bieten auch keine Verschlüsselungsoption – dafür wird zusätzliches Equipment benötigt.

IP-Kameras sind besser geeignet, wenn bereits Netzwerkabel verlegt sind. Sie sind konstruktionsbedingt besser für die Überwachung per Fernzugriff gerüstet.

Sie liefern i.d.R. eine bessere Bildqualität als ihre analogen Geschwister. Die Archivierungskosten sind niedriger. Dafür bieten analoge Kameras wiederum einen günstigeren Stückpreis.

Wie sieht es bei Lichtempfindlichkeit und Farbtreue aus? Ist wenig Licht vorhanden, sind analoge Kameras häufig überlegen, doch auch hier holen die digitalen Systeme rasch auf, speziell die Megapixelkameras.

Analoge Kameras verfügen über weniger Funktionen. Z.B. bieten Sie keinen digitalen Zoom. IP-Kameras haben Vorteile, wenn es auf guten drahtlosen Empfang ankommt.

Dank des genormten PAL-Signals sind Analogkameras besser mit Kameras und Komponenten anderer Hersteller kompatibel. Die Verschlüsselung gestaltet sich jedoch schwieriger.

Müssen Komponenten vieler Hersteller zusammenarbeiten und bei schlechten Lichtverhältnissen raten wir zu Analogkameras. Spielen niedrige Archivierungskosten und Verschlüsselung eine Rolle, empfehlen wir IP-Kameras.